Nichts zu beanstanden

11 Aug

Zunächst mal (wieder): neosushi-Leser wissen mehr, zumindest wenn sie den Hinweis und die paar losen Gedanken zum Nicholas-Carr-Artikel “Is Google Making Us Stupid?” gelesen haben, die unter der Überschrift “Wir Maschinenmenschen” hier am 11. Juni 2008 veröffentlicht wurden, exakt zwei Monate bevor heute der Spiegel mit der gleichen Geschichte aufmacht – was natürlich im Hinblick auf die verachtenswürdige Copy&Paste-Generation nur als ironische Volte begriffen werden kann.

Aber genug des Eigenlobs. Nicht genug jedoch vom Internet. Dort habe ich heute eine Software heruntergeladen, die Freedom heißt und alle Verbindungen ins Datennetzwerk für eine gewisse Zeit kappt, so dass man sich auf die wichtigeren Sachen im Leben konzentrieren kann (etwa den Spiegel lesen, aufräumen oder mal raus gehen).

Was das alles mit dem oben abgebildeten Schild zu tun hat? Nichts. Aber diese und mehr solch wunderbare Lakonie findet sich bei Jean Jullien. Genau das Richtige, um sich die Zeit zu vertreiben. In diesem Zusammenhang kann man auch mal anklicken: die Fotos von Jeremy und Claire Weiss, die Illustrationen von Kaloian Toshev oder direkt den Design/Fotografie/Sammelsurium-Blog Yay! Monday!, der solche Perlen jeden Montag aus dem schier unendlichen Internet gräbt und das alles unter dem zurückhaltenden Titel “A weekly collection of things to look at” unters Volk wirft.

Und abseites des blöden Internets? Hört Euch das neue Album von Klee an, das noch kitschiger ist als die davor, aber trotzdem zwischendrin schöne Textzeilen hat. Lest den Aufsatz von Shai Agassi in der August-Ausgabe des Liebling und erfahrt, warum und wie Elektroautos die Zukunft gehört. Geht am Sonntag zum Saasfee-Kiosk im Frankfurter Ostend und lasst Euch überraschen. Und schaut nicht soviel fern. Soll doof machen. Zumindest laut diesem Spiegel-Artikel vom April 1950.

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